![]()
|
||
| BLV Geschäftsstelle - Schwabstr. 59, 70197 Stuttgart | E-Mail: info@blv-bw.de | Telefon: 0711 489837-0 | ||
|
AltenpflegeTagung der Arbeitsgruppe „Gesundheit und Pflege“ im BLV Baden-Württemberg Vor einiger Zeit trafen sich Mitglieder des Arbeitskreises mit KollegInnen aus den Berufsfachschulen für Altenpflegehilfe und Altenpflege, um über die Überarbeitung der Lehrpläne zu diskutieren und Vorschläge zur Verbesserung zu erarbeiten. 18 Lehrerinnen und Lehrer aus den öffentlichen Schulen aller vier Regierungsbezirke von Baden-Württemberg kamen nach Freiburg, um Erfahrungen zusammenzutragen und der Lehrplankommission Vorschläge zu unterbreiten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten sich positiv, dass sie sich auf Landesebene und schulartübergreifend bzgl. der Pflegeausbildung austauschen konnten. Sie würden weitere Angebote dieser Art begrüßen. Ein Wermutstropfen sind die teilweise nicht unerheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwendungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die meisten Teilnehmer erhielten nur Versicherungsschutz ohne Kostenerstattung für diese Dienstreise von ihren Schulleitern zugesagt. Gesamter Bericht im Format pdf
Projektpräsentationen in der Altenpflegeschule In einer Projektpräsentation konnten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 BFA 3/1 und 3/2 der Berufsfachschule für Altenpflege in Bad Saulgau ihre Leistungen vorstellen. Bei selbstgewählten Themen hatten sie die Aufgaben in 3er oder 4er Gruppen im Rahmen des Unterrichts einen Bericht zu verfassen und das Projekt vorzustellen. Etwa 40 Unterrichtsstunden standen hierfür zur Verfügung. Die Themenpalette reichte von der „Berufspolitik“ bis zur „Begleitung Sterbender“. Zur Vorstellung waren die Schülerinnen der 2. Klassen der 3-järigen Altenpflegeausbildung und die Ausbildungsstellen eingeladen. Sehr viele PraxisanleiterInnen und auch Pflegedienstleitungen kamen zur Präsentation. So hatte die Gruppe „Die Berufspolitik in der Altenpflege“ eine Umfrage in der Bevölkerung gestartet, um das Ansehen der Altenpflege in der Öffentlichkeit zu erforschen. Dabei wurden auch Politiker wie der Bundespräsident, der Arbeitsminister und die Sozialministerin und Angeordnete angeschrieben. Von fast allen haben die SchülerInnen auch antworten erhalten. Ein weiterer Themenbereich war die „Anleitung, Beratung und Unterstützung von Auszubildenden“. Im Rollenspiel und in filmischen Szenen zeigten die SchülerInnen in übertriebener Form wie Anleitung nicht geschehen sollte. Anschließend konnten die Fehler zusammen mit den ZuschauerInnen richtig gestellt werden. Zwei Gruppen hatten sich mit dem Thema „Freiheitsentziehende Maßnahmen“ befasst. Dazu hatten Sie das Psychiatriemuseum beim Zentrum für Psychiatrie in Zwiefalten besichtigt und Bilder von freiheitsentziehenden Maßnahmen früher und heute in Powerpoint - Präsentation bearbeitet. Das Gespräch mit einem Rechtsanwalt über freiheitsentziehende Maßnahmen war im Film festgehalten. So reichen die Maßnahmen vom einfachen Festhalten bis zur Zwangsjacke und Gurtfixierungen. Aber auch die medikamentösen Maßnahmen wurden anschaulich gezeigt. Eine weitere Gruppe hatte sich mit Fragen der Ethik auseinandergesetzt. Am Beispiel der Ernährung durch eine Magensonde konnten die Vor- und Nachteile, sowie die ethischen Belange von Betroffenen und dem Pflegepersonal dargestellt werden. Auf die Wichtigkeit der Selbstentscheidung, z. B. durch eine Patientenverfügung als gesunder Mensch, wurde eindringlich hingewiesen. Als weiteres interessantes Thema wurde die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen aufgezeigt. Eine Gruppe stellte die Seniorengenossenschaft Riedlingen vor, während eine zweite Gruppe sich mit den Selbsthilfegruppen der „Anonymen Alkoholiker“ im Landkreis Sigmaringen auseinandergesetzt hatte und darüber informierte. Eine Schülergruppe erklärte das Betreuungskonzept von Dialysepatienten. Dazu hatten sie im Vorfeld ein Dialysezentrum besucht und sich über die Arbeit informiert. Zur besseren Verständlichkeit hatten sich die SchülerInnen Shirts mit einer gesunden Niere, einer kranken Niere und einem Nierenquerschnitt drucken lassen. Nachdem eine Schülerin die Aufgaben und die Funktion der Nieren aufgezeigt hatte erklärte eine andere die Niereninsuffizienz. Die Wichtigkeit der Patientenaufklärung bei einer Nierenerkrankung zeigte die Gruppe dann im Rollenspiel. Zur besseren Veranschaulichung der Dialyse hatten sie das Modell eines Dialysegerätes erstellt. Damit konnte die Funktion der Dialyse anschaulich erklärt werden. Zum Abschluss stellten zwei Gruppen den speziellen und individuellen Umgang in der Begleitung Sterbender vor. So berichtete eine Schülerin von ihrer Weiterbildung zur Sitzwache und die ersten Erfahrungen in der Begleitung Sterbender in einem Altenpflegeheim in Landkreis Sigmaringen. Die Inhalte einer Notfallkiste wurden vorgestellt. So sollten u.a. Kreuz, Kerze, Rosenkranz, Bibel, aber auch frische Blumen nicht fehlen. Der individuelle Glauben und die Bedürfnisse sind dabei immer zu berücksichtigen. Auch die Pflege und Betreuung finden in der Endphase des Lebens große Beachtung. Die SchülerInnen des 2. Ausbildungsjahrgangs und die PraxisanleiterInnen waren über die Ergebnisse sehr zufrieden und erstaunt, was die Gruppen aus den Themen heraus erarbeitet hatten. Besonders die Praxisnähe stand bei allen Gruppen im Vordergrund. Engelbert Sittler Lehrer für Pflegeberufe |
Aktuelles:
26.04.12 10:43
Landespressekonferenz 26.04.2012Schüler bangen um ihre Plätze an beruflichen Schulen Neue Schwerpunktsetzung der...
19.03.12 08:02
Kultusministerium plant radikale Kürzung der Stellenausschreibungen an beruflichen SchulenMassive Auswirkungen auf die Unterrichtsversorgung sind zu erwarten Klassen sollen... zum Archiv ->
|