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Bachelor/Master-Studiengang Technikpädagogik an der Universität StuttgartSeit dem 1. Oktober 2009 wurden an der Universität Stuttgart die Studiengänge mit dem Ziel „höheres Lehramt an beruflichen Schulen“ auf die Bachelor/Master-Gliederung umgestellt. Diese neuen Studiengänge der Technikpädagogik sind interdisziplinär angelegt und beinhalten wie in den alten Studiengängen sowohl technische wie auch erziehungswissenschaftliche Fächer. Die zentralen Studieninhalte werden durch folgende 3 Blöcke bestimmt:
1. Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Berufspädagogik 2. dem Hauptfach Hier kann aus folgenden vier Fächern gewählt werden: - Bautechnik - Elektrotechnik - Informatik - Maschinenbau
3. dem Wahlpflichtfach Hier kann aus folgendem breit angelegten Angebot gewählt werden: Mathematik, Physik, Chemie, Deutsch, Englisch, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Sport, ev. oder kath. Religion oder auch eine zusätzliche Vertiefung in einem der Hauptfächer.
Ergänzend zum Studium sind sowohl beim Bachelor- als auch beim Masterstudium Praktikumsphasen in Schule und Betrieb zu absolvieren. Für die Zulassung in den Vorbereitungsdienst (Referendariat) müssen der Bachelor-Studiengang und anschließend der Masterstudiengang erfolgreich abgeschlossen werden.
Mit dem Bachelorstudiengang wurde mit Beginn des Wintersemesters der bisherige Diplomstudiengang ersetzt. Der Bachelorabschluss allein reicht aber noch nicht aus, um in den Vorbereitungsdienst zu kommen. Der „Diplomgewerbelehrer“ wird demnach in den nächsten Jahren Stück für Stück durch den „Master of Science“ ersetzt werden und erfordert einen Master-Studiengang. Für den Bachelorstudiengang gibt es neben der Hochschulberechtigung keine besonderen Zugangsvoraussetzungen. Vor Beginn des Studiums muss aber ein 8-wöchiges Betriebspraktikum in einem Industrie- oder Handwerksbetrieb abgeleistet werden. Weitere Praktikas sind parallel zum Studium durchzuführen: ein weiteres 12-wöchiges Betriebspraktikum und ein 6-wöchiges Praktikum an einer Schule. Mit der Verleihung des „Bachelors of Science“ schließt das Studium ab.
Über ein besonderes Zulassungsverfahren, das vom Studienprofil abhängig ist, gelangt der Studierende in den zweiten Teil seines Studiums, den Master-Studiengang. Die Zulassung zum Masterstudiengang erfolgt bei überdurchschnittlichen Leistungen im vorausgegangenen Studium (Gesamtnote besser als 3,0) und einer mündlichen Prüfung zur Feststellung der fachlichen und pädagogischen Eignung. Über die Zulassung entscheidet der Zulassungsausschuss.
Der Masterstudiengang Technikpädagogik umfasst drei Studienprofile:
Studienprofil A ist primär für Studierende vorgesehen, die zuvor einen Bachelorabschluss in Technikpädagogik oder in einem strukturähnlichen Studiengang erworben haben und den Zugang für das Lehramt an beruflichen Schulen anstreben. Der Abschluss eröffnet jedoch auch Tätigkeitsfelder in der betrieblichen Berufsbildung und in der Berufsbildungsforschung. Der Studiengang nach dem Profil A wird erst 2012/2013 starten, wenn die ersten Bachelor-Studenten ihren Studiengang beendet haben.
Studienprofil B ist für Studierende gedacht, die zuvor ein ingenieurwissenschaftliches Studium absolviert haben. Das Qualifikationsprofil eröffnet primär außerschulische Tätigkeitsfelder. Durch eine Reihe von Zusatzleistungen kann in diesem Studiengang aber auch die Berechtigung zum Zugang in den Vorbereitungsdienst (Referendariat) an gewerblichen beruflichen Schulen erworben werden. Der Masterstudiengang nach Profil B ersetzt den bisherigen Diplom-Aufbaustudiengang.
Studienprofil C ist eine Weiterführung für Absolventen erziehungswissenschaftlich orientierter Bachelorstudiengänge und bereitet ausschließlich auf außerschulische berufspädagogische Handlungsfelder vor (z.B. betriebliche Aus- und Weiterbildung, Personalentwicklung, Berufsbildungsforschung).
Die Studienprofile B und C wurden schon im Wintersemester 2009/2010 begonnen.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Studiengänge auch entsprechend nachgefragt werden und möglichst viele Studenten den Weg bis zum Master of Science schaffen. Wir brauchen im gewerblich-technischen Bereich dringend genügend Nachwuchs, um die starken Pensionsjahrgänge zu ersetzen.
[14.02.2012] [06.03.2012] [06.03.2012]
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