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Fachbereich Hauswirtschaft, Pflege, Sozialpädagogik, Landwirtschaft (HPSL)Fachtagung des Fachbereichs HPSL
Inklusion an beruflichen Schulen: Wie kann die Integration von Behinderten in den Unterricht gelingen? Die UN-Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland am 26. März 2009 in Kraft getreten ist, hat zum Ziel, behinderte Menschen von Anfang an in die Gesellschaft einzubeziehen und sie nicht auszugrenzen. Die Konvention geht vom Leitbild der Inklusion aus und geht damit über bisherige Vorstellungen von Integration hinaus. Während die Integration Kinder und Jugendliche in ein bestehendes System einfügt, wird durch die Inklusion das bisherige System so verändert, dass das Kind und der Jugendliche sich in diesem veränderten System entwickeln können. Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention verbindet die Vorstellungen zur Inklusion mit einem deutlichen Auftrag: „Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass Menschen mit Behinderungen ohne Um diesen Auftrag zu erfüllen, wird in Baden-Württemberg das Schulgesetz dahin gehend verändert, dass ein zieldifferenter gemeinsamer Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen verankert wird und die sonderpädagogischen Einrichtungen für Kinder ohne Behinderungen geöffnet werden. Damit kommen auch auf die beruflichen Schulen erhebliche Herausforderungen zu, die in letzter Konsequenz noch nicht präzise absehbar sind. Der Fachbereich hauswirtschaftliche, pflegerische, sozialpädagogische und landwirt-schaftliche Schulen hatte deshalb am 27. März 2010 zu einem Fachforum an der Johanna-Wittum-Schule in Pforzheim eingeladen. Schulleiterin Margarete Schaefer begrüßte die zahlreich erschienenen Kolleginnen und Kollegen, der BLV-Vorsitzende Waldemar Futter erläuterte aktuelle Themen aus der Verbandsarbeit. Im ersten Teil der Fachtagung referierte Ministerialrätin Hildegard Rothenhäusler ausführlich über das Thema „Inklusion“ und stellte die Empfehlungen des Experten-rates "Schulische Bildung von jungen Menschen mit Behinderung“ (2) vor. Kernpunkte der Empfehlungen sind:
Im Anschluss an das Referat entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, in der die Kolleginnen und Kollegen die Auswirkungen auf die beruflichen Schulen in zahlreichen Fragen thematisierten, die hier nur beispielhaft wiedergegeben werden:
Die anwesenden Kolleginnen und Kollegen machten deutlich, dass die neuen Herausforderungen nicht ohne zusätzliche Ressourcen geschultert werden können, und forderten das Kultusministerium auf, entsprechende Anrechnungen bereitzustellen. „Menschen mit verschiedenen Behinderungen brauchen unterschiedliche Angebote an beruflichen Schulen“, so das Fazit eines Teilnehmers. Wenn Inklusion gelingen soll, sei es nicht hinnehmbar, dass zusätzliche Arbeit ohne jeden Ausgleich auf die beruflichen Schulen abgeschichtet wird, so der Tenor der sachlichen und engagierten Debatte. Ausblick auf Entwicklungen an hauswirtschaftlichen, pflegerischen, sozialpädagogischen und landwirtschaftlichen Schulen Im zweiten Teil ihres Vortrags berichtete Hildegard Rothenhäusler über neue Entwicklungen im Fachbereich: Erzieherinnen und Erzieher Durch den Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren werden bis zum Jahr 2013 und darüber hinaus mehr Erzieherinnen und Erzieher benötigt. Zu-sätzlicher Bedarf ergibt sich durch die Erhöhung des Personalschlüssels in den Kin-dertagesstätten von 1, 5 auf 1,8 in den nächsten 3 Jahren. Pflegeausbildung Auf Bundesebene wird derzeit eine Arbeitsgruppe eingerichtet zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe mit 4 Ländervertretern Altenpflege und 4 Ländervertretern Krankenpflege. Alltagsbetreuer Eingerichtet wird eine zweijährige Ausbildung mit einem Ausbildungsvertrag, der eine kleine Vergütung vorsieht. Derzeit findet die Ausbildung an acht öffentlichen und zwei privaten Schulen statt. Die restlichen Standorte 1BFPT stellen im kommenden Schuljahr um oder schließen den Bildungsgang. Bernhard Arnold Materialien: (1) Gesetz zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Artikel 24 Bildung: Gesetz zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006Artikel 24 Bildung (1) Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen mit dem Ziel,
(2) Bei der Verwirklichung dieses Rechts stellen die Vertragsstaaten sicher, dass
(3) Die Vertragsstaaten ermöglichen Menschen mit Behinderungen, lebenspraktische Fertigkeiten und soziale Kompetenzen zu erwerben, um ihre volle und gleichberechtigte Teilhabe an der Bildung und als Mitglieder der Gemeinschaft zu erleichtern. Zu diesem Zweck ergreifen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen; unter anderem
(4) Um zur Verwirklichung dieses Rechts beizutragen, treffen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen zur Einstellung von Lehrkräften, einschließlich solcher mit Behinderungen, die in Gebärdensprache oder Brailleschrift ausgebildet sind, und zur Schulung von Fachkräften sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf allen Ebenen (5) Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass Menschen mit Behinderungen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung, Berufsausbildung, Erwachsenenbildung und lebenslangem Lernen haben. Zu diesem Zweck stellen die Vertragsstaaten sicher, dass für Menschen mit Behinderungen angemessene Vorkehrungen getroffen werden. Aus: Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil II Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 31. Dezember 2008 Stellungnahme zu den neuen Lehrplänen der Zweijährigen Berufsfachschulen - Berufsfachliche und Berufspraktische Kompetenz - Profil „Hauswirtschaft und Ernährung“, Profil „Gesundheit und Pflege“
Fachbereich Hauswirtschaft, Pflege, Sozialpädagogik, Landwirtschaft (HPSL)Tagung des BLV-Fachbereichs HPSL am 21. März 2009 an der Mildred-Scheel-Schule Böblingen Bernhard Arnold, Vorsitzender des BLV-Fachbereiches HPSL und die Referatsleiterin Sophia Guter konnte eine große Anzahl (über 70) interessierter Mitglieder in Böblingen begrüßen.
Struktur des Fachbereichs Hauswirtschaft Pflege Sozialpädagogik LandwirtschaftVersammlungen des Fachbereichs HPSL[14.02.2012] [06.03.2012] [06.03.2012]
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